Erfahrungsbericht

Yoozon Wake Up Light Wecker

Lichtwecker
Yoozon Lichtwecker

Ich kaufte bei Amazon.de den Yoozon Wake Up Lichtwecker. Der Yoozon Wake Up Light Wecker selbst macht einen stabilen Eindruck und bietet die notwendigsten Features, die ich mir für dieses Gerät vorgestellt habe. Der Touch Screen sorgt für eine simple Bedienung. Es lässt sich zwischen dem 12- und 24 Stunden Zeitsystem entscheiden. Die Weckfunktion wie die Sonnenuntergangsfunktion lässt sich minutiös einstellen. Innerhalb von 30 Minuten stellt sich die Helligkeit um. Es gibt sechs verschiedene Variationen des Alarmtons. Zusätzlich kannst du es auch einer vertrauten Stimme aus dem Radio überlassen, dich aufwecken zu lassen. Der Weckton, der sich über fünf Minuten erstreckt, lässt sich anhand der Snooze-Funktion jeweils um 5 Minuten hinauszögern. Das warmweiße Licht ist über zehn Helligkeitsstufen regulierbar und ist obendrein mit den sieben unterschiedlichen Lichtfarben als Nachtlicht oder Stimmungslicht nutzbar.

Features:

Technische Daten:

Lieferumfang:

Erfahrungswerte nach einer Woche

Lichtwecker Batteriefach
Lichtwecker Batteriefach

Vorarbeit: Zunächst macht es Sinn, sich anhand der Bedienungsanleitung mit dem Lichtwecker vertraut zu machen. Die Bedienungsanleitung gibt es auch in deutscher Sprache. Bei dem ein oder anderen Wortlaut gilt es, ein Auge zudrücken. Nichtsdestotrotz sind alle Funktionen erklärt, wodurch es bei der Inbetriebnahme zu keine Probleme kommen wird. Wichtig ist die Erkenntnis, dass der Wecker ohne Netzanschluss und nur mit 3x AAA Batterien ebenfalls seinen Dienst leistet, allerdingsohne Lichtfunktionen.

Tag 1: Neben den sechs Wecktönen, worunter sich beispielsweise Vogelzwischern und Wasserwellen befindet, lässt sich zusätzlich ein Radiosender nach Wahl als Weckdienst umfunktionieren. Als notorischer Zweifler, stellte ich natürlich zur Sicherheit auch noch weiterhin mein Handy zum Backup als Wecker ein. Tatsächlich wachte ich dann auch in der Früh vom ersten Weckton auf. Wenn du allerdings die Snooze-Funktion vom Handy gewohnt bist, der einem alle fünf Minuten vehement daran erinnert, den Hintern hochzubekommen, wirst du hier im Halbschlaf erst ein mal daran erinnert, dass du für diese Funktion den Wecker berühren musst. Daran dachte ich nicht, daher war am ersten Versuchstag in der Tat das Handy der Retter in der Not. Zu verlockend war die Möglichkeit, einfach weiterzuschlafen. Das grelle Licht des Lichtweckers vermittelte mir zwar auf Anhieb ein beruhigenderes Gefühl, aber gerne aufstehen wollte ich trotzdem nicht.

Tag 2: Zwar kaufte ich mir den Wecker, um hauptsächlich besser aus dem Bett zu kommen. Die Sonnenuntergang-Funktion wollte ich logischerweise ebenfalls ausprobieren. Um vor dem Schlafengehen noch ein bisschen runter zu kommen, lese ich gerne Bücher. Hierbei gehe ich wenig strukturiert vor. Ich lese so lange, wie es möglich ist. Auf Anhieb wurde deutlich, dass der simulierte Sonnenuntergang tatsächlich einen erheblichen Effekt hat. Das Buch legte ich sofort zur Seite, als es mir schwer fiel, die Buchstauben überhaupt zu entziffern. Es schlich sich innerhalb der 30 Minuten auf Anhieb eine Müdigkeit ein, der ich schließlich folgte. Die Snooze-Funktion ist dagegen noch immer nicht verinnerlicht. Erneut half mir das Handy aus der Patsche. Das Aufstehen selbst fiel mir wirklich schon am zweiten Tag etwas leichter. Die große Lust auf den bevorstehenden Alltag stellt sich noch immer nicht ein. Das Licht vermittelt jedoch eine gewisse Wärme, die es leichter macht, die Komfortzone zu verlassen.

Tag 3: Der positive Eindruck des simulierten Sonnenuntergangs bestätigte sich bereits nach kurzer Zeit. Nach gut 10-15 Minuten war ich erneut so weit, das Buch aus der Hand zu geben und mich in die Decke zu kuscheln. Der Tag konnte zu Ende gehen. Erneut bin ich sehr gut in den Schlaf gekommen. Der Weckruf erfolgte am Mittwoch. „Bergfest“ einer anstrengenden Woche steht an. Ich gestehe: Einerseits ging mir die mäßige Qualität des Radios auf den Wecker. Allerdings verweile ich in einer Kellerwohnung, weshalb mir die beste Qualität verwehrt bleibt. Andererseits schaffte ich es aber auch wieder nicht, vor Ablauf der 30 Minuten den Hintern hochzubekommen. Nur zu gern döste ich weiter vedräte zu gerne die bevorstehenden Hindernisse des anstehenden Tages. Stimmungserhellend wirkt der Lichtwecker von Yoozon auf mich noch nicht.

Tag 4: Bevor der Sonnenuntergang bevorstand, wählte ich einen anderen Weckton. Von Vogelgezwischer aufgeweckt zu werden, klang für mich verlockend. Das Einschlafen klappte erneut wunderbar. Hier möchte ich schon ein kleines Zwischenfazit ziehen: Alleine für das Einschlafen lohnte sich der Kauf des Weckers. Vogelgezwischer über zwei Minuten hinweg fand ich zwar etwas nervig. Dennoch habe ich komplett ohne Snooze-Funktion die Augen offen halten können. Zwar drehte ich mich noch einmal um, allerdings hielt mich das grelle Licht in diesem Moment an, nicht noch mal der Sehnsucht des Schlafs zu verfallen. Ich raffte mich langsam auf, nahm mir etwas länger Zeit, meine Klamotten drüberzuziehen und fühlte mich weitaus entspannter.

Tag 5: Die Woche war eh anstrengend genug. Das schnelle Einschlafen auf die Funktion des Sonnenuntergangs zu schieben, ist da gar nicht nötig. Ins Bett gefallen, Augen zu und weg. Beim Aufwachen entschied ich mich schnell, mehrmals von der Snooze-Funktion Gebrauch zu machen. Ich habe in der Tat mit mir kämpfen müssen. Bis ich mich kurzentschlossen dazu entschied, schlicht und ergreifend auf wechselnde Farben umzustellen. Es animierte mich dazu, dem Farbverlauf zu folgen und nicht noch mal die Augen zu schließen. Das hat in diesem Moment extrem geholfen, noch den Hintern hochzubekommen.

Tag 6: Wochenende! Endlich! Theoretisch die Möglichkeit, etwas länger wach zu bleiben. Ich entschloss mich dazu, dennoch frühzeitig ins Bett zu gehen, mich erneut am eingestellten Sonnenuntergang zu orientieren und lieber noch mal das Buch in die Hand zu nehmen, anstatt vor dem Fernseher den Tag ausklingen zu lassen. Die Weckfunktion ließ ich für das Wochenende ausgeschaltet. Ich wachte zwei Stunden früher auf, als es in den Wochen zuvor der Fall war. Zwar habe ich mir kurz überlegt, weiterzuschlafen. Allerdings merkte ich schnell: Das ist gar nicht nötig. Ich wirkte fit, ausgeschlafen und ergriff die Chance , etwas mehr Zeit für das Wochenende aufzubringen.

Tag 7: Für den letzten Tag der ersten Woche tankte ich genügend Kraft, den Abend etwas länger zu dehnen. Erst nach Mitternacht rufte das Bett. Ich ließ mich erneut vom Sonnenuntergang leiten. Auch hier bestätigte sich noch mal: Das Einschlafen verläuft deutlich reibungsloser als in der Vorwoche ohne den Wake Up Lichtwecker. Dies hatte zwar zur Folge, dass ich in der Tat am Sonntag etwas länger schlief, als noch am Tag zuvor. Dennoch wirkte ich ausgesprochen ausgeglichen. Der Stress, dass mit dem Sonntag die Ruhepause schon wieder ihr Ende nimmt und eine neue anstrengende Woche bevorsteht, tangierte mich weniger als in den Wochen zuvor.

Zwischenfazit nach 7 Tagen: Nicht nur, dass der Wecker täglich zur gleichen Zeit „herunterfährt“, scheint er mir auch deutlich zu signalisieren, wann ich das Buch wirklich aus der Hand geben sollte. Sobald ich mich schwer tue, aufgrund der sinkenden Helligkeit überhaupt lesen zu können, lege ich selbiges zur Seite. Vom Gefühl her schafft es die Untergangssimulation, mir Stück für Stück eintrichtern zu können, dass es nun Zeit ist, zu schlafen. Die Müdigkeit nimmt im Rahmen der 30 Minuten deutlich zu und ich komme sehr gut in den Schlaf, ohne mich lange voller Gedanken herumzuwelzen. Die Einschlafphase verbesserte sich bereits in den ersten sieben Tagen um ein vielfaches. Im Vorfeld wirkte die Sonnenuntergangssimulation eher als nettes Gimmick.

Lichtwecker Helligkeit
Helligkeit beim Lichtwecker einstellbar

Das Aufwachen bereitet mir indes nach der ersten Woche noch merklich Probleme. Ich experimentiere noch herum, ob ich mir weiterhin das Handy als Backup einstelle, welchen Weckton ich schließlich favorisiere und ob es überhaupt klug ist, die Snoozefunktion zu nutzen. Nicht abstreiten lässt sich dabei, dass auch in der Aufwachphase das Licht eine elementare Rolle einnimmt. Lässt man sich darauf ein, vermittelt einem der simulierte Sonnenaufgang ein warmes, wohltuendes Gefühl. Die Aussicht, dass sich der Körper dahingehend noch besser einstellt, halte ich für sehr hoch. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass bereits nach einer Woche die Lichtverhältnisse einen Einfluss auf mich nahmen, die ich nicht wirklich für möglich hielt. Ich möchte die Optionen, die mir der Lichtwecker liefert, jetzt schon nicht mehr missen und bin zuversichtlich, dass mir dieser in Zukunft einen wichtigen Dienst leistet, um das Einschlaf- und Aufwachverhalten zu optimieren.

Zwischenfazit nach 4 Wochen: Die Weihnachtszeit ging zu Ende. Das neue Jahr ist da. Der einwöchige Urlaub war ebenso schnell vorbei, wie er gekommen ist. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen und verzichtete in der Urlaubszeit darauf, mich von der Sonnenuntergangssimulation in den Schlaf begleiten zu lassen. Auch auf die Sonnenaufgangssimulation verzichtete ich komplett. Die Frage, die sich stellte: Wie schnell gewöhne ich mich wieder an den Alltagsrhythmus nach dem Urlaub? Aus meiner Erfahrung heraus muss ich sagen, dass sich keine Langzeitwirkung mit der Nutzung des Lichtweckers entwickelt hat. Sprich, das Aufstehen fühlte sich am ersten Arbeitstag genauso beschwerlich an, wie sonst auch. Allerdings zeigte schon der zweite Tag, dass ich mich sehr schnell wieder in den Rhythmus begeben konnte, den ich mir schon vor dem Urlaub angeeignete. Das Einschlafen funktioniert seither wesentlich besser. Das Aufwachen erlebe ich um einiges entspannter, als noch vor Monaten. Der Eindruck aus der ersten Woche bestätigte sich weiter. Ich kann mittlerweile wesentlich besser schlafen.

Pro und Contra zum getesteten Lichtwecker:

+ Klasse Preis-/Leistungsverhältnis

+ angenehme Aufwach- und Einschlafphase

+ zeitloses Design

+ leichte Bedienbarkeit

+ verschiedene Töne

+ schöne Lichtfarben

+ Grundeinstellungen mit Batterien auch ohne Stromzufuhr nutzbar

– Klang der Wecktöne teilweise nicht perfekt

– Wecktonlänge nicht einstellbar

Bauähnliche Einsteigermodelle

… mit identischen Funktionen:

Über mich

Mein Name ist Patrick, ich bin Jahrgang 1988 und wie es bereits auf dieser Seite angeklungen ist, habe ich seit einigen Jahren den Kampf gegen Angststörungen und daraus folgend Depressionen und Schlafstörungen aufgenommen. Dabei sind mir viele Erfolge gelungen, die aber auch Kraft gekostet und schon gar nicht alle Probleme gelöst haben. Auch wenn ich davon überzeugt bin, den Kampf gegen die Depression gewonnen zu haben, lassen sich Tiefphasen, gerade auch in den Wintermonaten, noch immer nicht vermeiden. Aber ich kann mich darauf besser einstellen. Ich möchte mit meinem Ansatz aufzeigen, dass unter anderem auch anhand eines Lichtwecker mit vermeintlich wenigen Mitteln ein möglichst positiver Effekt zu erzielen ist.

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