Winterdepression

Winterblues oder Winterdepression?

Lerne, wie du SAD erkennen und kontrollieren kannst. Sonnenuntergänge um 17:00 Uhr, unregelmäßige Temperaturen, Schnee und Eis sind Kernpunkte des Winters und nicht für Jedermann die ideale Jahreszeit. Und der Winter ist viel schlimmer für Menschen mit dem Winterblues und der saisonalen affektiven Störung (allgemein bekannt als SAD).

Der Winterblues ist sehr verbreitet, wobei viele von uns einen Stimmungsumschwung während der kälteren, dunkleren Wintertage erleben. Du kannst dich lethargischer und niedergeschlagener fühlen. Obwohl du dich vielleicht düsterer fühlst als sonst, behindert der Winterblues normalerweise nicht deine Fähigkeit, das Leben zu genießen.


Aber wenn der Winterblues beginnt, alle Aspekte deine Lebens zu durchdringen – von der Arbeit bis hin zu Beziehungen – stehst du vielleicht vor SAD. SAD ist eine wiederkehrende Art von Depression, die mit dem Wechsel der Jahreszeiten verbunden ist. Es beginnt typischerweise im Herbst und dauert bis in die Wintermonate.

Das natürliche Sonnenlicht fehlt

Als hauptverantwortlich für den Winterblues und die SAD gilt das geringere natürliche Sonnenlicht, dem wir im Herbst und Winter ausgesetzt sind. Weniger natürliches Licht kann zu Veränderungen in Melatonin führen, einem Hormon, das sowohl mit der Stimmung als auch mit dem Schlaf verbunden ist. Das Seretonin sinkt, der sonst die Stimmung reguliert. Der Schlaf-Wach-Rhythmus wird gestört und Schlafstörungen entstehen. Wenn du Stimmungsschwierigkeiten hast, können auch andere Dinge auseinander fallen. Du kannst weniger Spaß in deinem Leben empfinden, deine Arbeitsleistung und sozialen Beziehungen können darunter leiden. Du bekommst Schwierigkeiten, die Initiative zu ergreifen.

Typische SAD-Symptome sind folgende:

Wenn du depressive Symptome hast – auch milde, die mit dem Winterblues verbunden sind – ist es wichtig, mit deinem Hausarzt oder einem Psychologen zu sprechen, um deine Therapiemöglichkeiten zu besprechen. Diagnostische Tests, wie z.B. ein Bluttest zur Überprüfung des Vitamin D-Spiegels oder ein komplettes Blutbild, können andere Ursachen für diese Symptome ausschließen. Danach werden dir deine Ärzte einige Fragen stellen, um festzustellen, ob du mit dem Winterblues oder der SAD konfrontiert bist.

Tipps zur Behandlung

Die gute Nachricht über den Winterblues und die SAD ist, dass es eine Reihe von faktenbasierten Behandlungen gibt, die sehr effektiv bei der Linderung deiner Symptome sein kann.

Sonnenlicht: Es ist wichtig, nach draußen zu gehen, wenn die Sonne in diesen dunklen Tagen scheint. Mache in der Mittagspause einen Spaziergang, spiele mit deinen Kindern im Schnee oder probiere eine alternative Outdoor-Winteraktivität wie Skifahren oder Schlittschuhlaufen aus. Wenn du dem natürlichen Licht ausgesetzt bist, wird die Serotoninproduktion und deine allgemeine Stimmung gesteigert.

Lichttherapie: Eine ärztlich begleitete Lichttherapie stellt das natürliche Licht mit Leuchtboxen nach, die mit weißen Leuchtstoffröhren das Sonnenlicht nachahmen. Die Lichttherapie kann besonders hilfreich sein, um die Freisetzung von Melatonin zu regulieren, das bei Sonnenuntergang zunimmt. Es ist wichtig, die Anweisungen des Arztes zu befolgen, um eine angemessene Dosis sicherzustellen. Dies wird dazu beitragen, dass die Behandlung am effektivsten ist, und gleichzeitig das Risiko für Nebenwirkungen (z.B. Unruhe und Kopfschmerzen) verringern.

Übung: Die Forschung zeigt konsequent eine starke Verbindung zwischen Bewegung und psychischer Gesundheit, insbesondere für Menschen mit Depressionen und Angstzuständen. Deshalb bezeichnen Experten Bewegung oft als das Antidepressivum der Natur. Bewegung kann Serotonin und Endorphine erhöhen, die beide die Stimmung beeinflussen. Mäßige Bewegung von mindestens 30 Minuten am Tag kann die größte Stimmungsaufhellung bewirken.

Medikamente: Wenn konservativere Behandlungen keine ausreichende Linderung bieten, benötigst du möglicherweise Antidepressiva, um die chemischen Ungleichgewichte im Zusammenhang mit dem Winterblues und der SAD zu regulieren.

Gesunder Lebensstil gegen Winterdepression

Ein geregelter Tagesablauf in den Wintermonaten kann helfen, die Hormone im Gleichgewicht zu halten und die Stimmung zu regulieren – egal ob du mit dem Winterblues oder einer Winterdepression leidest. Anbei einige Ideen, die dazu beitragen können:



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